Google Shopping hat die kostenlosen Produkteinträge und die Karussells „Beliebte Produkte“ in der Google Search im Europäischen Wirtschaftsraum seit dem 17. und 18. September 2026 fast vollständig entfernt. Google bringt diesen Rückzug mit den Anforderungen des Digital Markets Act in Verbindung. Für Händler besteht die Priorität nun darin, den Verlust des organischen Traffics zu messen, Merchant Center abzusichern und die Kundengewinnung zu diversifizieren.

Warum verschwinden die kostenlosen Produkte aus Google Shopping?

Das Verschwinden der kostenlosen Produkte aus Google Shopping ist auf Änderungen an Google Search zurückzuführen, um den europäischen Digital Markets Act einzuhalten. Am 18. September 2026 bestätigte Ginny Marvin, Google Ads Liaison, dass der im Europäischen Wirtschaftsraum beobachtete Rückzug mit den Anforderungen des DMA zusammenhing.

Der Zeitplan ist kein Zufall. Am 23. Juli 2026 verhängte die Europäische Kommission gegen Google eine Geldbuße von 460 Millionen Euro, weil das Unternehmen seine eigenen Dienste bevorzugt hatte, insbesondere in den Ergebnissen zu Shopping, Hotels, Verkehr und Sport. Die Kommission ordnete außerdem die Beendigung des Verstoßes an.

Am 17. und 18. September 2026 stellten mehrere Fachpublikationen das massenhafte Verschwinden der kostenlosen Einträge und der Karussells „Beliebte Produkte“ fest. Den von SEO Weekly berichteten Informationen zufolge wurde ein Teil des frei gewordenen Platzes Preisvergleichsdiensten oder vertikalen Suchmaschinen neu zugewiesen.

Google Shopping war jedoch 2020 in Europa, im Nahen Osten und in Afrika in seinem Shopping-Tab nach einem ersten Start in den Vereinigten Staaten auf überwiegend kostenlose Ergebnisse umgestellt worden. Die Änderung im September 2026 markiert daher einen klaren Rückgang der organischen Sichtbarkeit, die direkt in Google Search geboten wurde.

Wie stark ist der Rückgang in Europa?

Der gemeldete Sichtbarkeitsrückgang beträgt für die Karussells „Beliebte Produkte“ in Deutschland, Frankreich, Belgien, Schweden und den Niederlanden am 17. und 18. September 2026 etwa 90 bis 100 %. Diese Schätzung stammt aus dem Monitoring von Productrise, dessen detaillierte Daten weder veröffentlicht noch unabhängig geprüft wurden.

Diese Zahl sollte als Marktsignal behandelt werden, nicht als vollständige Messung aller Merchant Center-Konten. Bis zum 21. September 2026 dokumentierte weder eine detaillierte Unternehmensankündigung noch ein ausdrücklicher Eintrag im Änderungsprotokoll von Merchant Center einen vollständigen Rückzug auf Ebene des Europäischen Wirtschaftsraums.

Gemeldete Sichtbarkeit kostenloser Produkte im September 2026
Markt oder Oberfläche Feststellung im Jahr 2026 Evidenzgrad
Frankreich, Deutschland, Belgien, Schweden, Niederlande Gemeldeter Rückgang von etwa 90 bis 100 % der Karussells „Beliebte Produkte“ Berichtetes Productrise-Monitoring, Daten nicht geprüft
Google Search im EWR Massenhaftes Verschwinden der kostenlosen Einträge am 17. und 18. September Übereinstimmende Beobachtungen von Fachpublikationen
Merchant Center Produkte, die weiterhin für kostenlose Einträge berechtigt sind Offizielle Google-Dokumentation im Jahr 2026
Shopping, Maps, Images, Lens, YouTube und Gemini Flächen, die weiterhin als berechtigt genannt werden Offizielle Google-Dokumentation im Jahr 2026, ohne Garantie der Ausspielung

Ein am 1. September 2026 in der Google Ads-Community veröffentlichter Erfahrungsbericht meldete bereits einen Rückgang der kostenlosen Klicks auf null seit dem 16. August, trotz genehmigter Produkte und ohne Warnhinweis. Dieser Fall bleibt jedoch unbestätigt. Er zeigt dennoch, warum eine Analyse Konto für Konto besser ist als eine Schlussfolgerung, die aus einem allgemeinen Trend gezogen wird.

Gibt es die kostenlosen Google Shopping-Einträge noch?

Die kostenlosen Google Shopping-Einträge bestehen in der Merchant Center-Dokumentation auch im Jahr 2026 weiterhin. Google weist darauf hin, dass sie in Google Search, Shopping, Maps, Images, Lens, YouTube und Gemini erscheinen können. Die Berechtigung garantiert jedoch keine Ausspielung, was erklärt, warum ein genehmigtes Produkt weder Impressionen noch Klicks erzeugen kann.

Diese Unterscheidung ist die Falle, die viele Händler übersehen: Der Status „genehmigt“ bestätigt die Konformität des Feeds, bestätigt aber nicht, dass eine Fläche tatsächlich Sichtbarkeit bringt. Ein Rückgang der Impressionen bedeutet daher nicht automatisch, dass der Produkt-Feed abgelehnt wurde.

Am 24. August 2026 begann Google außerdem, die Leistungsberichte im Merchant Center zu ändern. Laut der offiziellen Ankündigung von Google wirkte sich diese Reporting-Änderung weder auf Konten noch auf Produktdaten oder Kampagnen aus. Vermeiden Sie es daher, jede Kurvenunterbrechung automatisch diesem Update zuzuschreiben.

Ehrlich gesagt wäre es ein Fehler, auf die Rückkehr der kostenlosen Karussells zu warten, ohne den Mediaplan zu ändern. Google kann eine Funktion in seiner Dokumentation beibehalten und gleichzeitig ihre Sichtbarkeit auf einer bestimmten Fläche stark reduzieren.

Was sollten Händler nach dem Rückgang der Sichtbarkeit tun?

Nach dem Rückgang der kostenlosen Google Shopping-Produkte sollte ein Händler den Ausspielungsvorfall von einem Feed-Problem trennen, die Performance nach Fläche vergleichen und seine eigenen Kanäle stärken. Die Analyse sollte Impressionen, Klicks, Länder, Geräte und Daten umfassen, mit einem Referenzbruch rund um den 17. und 18. September 2026.

Hier ist der Aktionsplan, der ab der nächsten Kontoprüfung angewendet werden sollte:

  1. Exportieren Sie die Performance aus Merchant Center und Google Analytics 4 pro Tag, Land, Gerät und Quelle seit dem 1. August 2026.
  2. Prüfen Sie die Feed-Diagnosen: Verfügbarkeit, Preis, Produktkennzeichnungen, Lieferung, Rückgaben und Zielseiten.
  3. Trennen Sie die kostenlosen Einträge von den bezahlten Shopping-Kampagnen, um organischen Verlust und Gebotsänderungen nicht zu verwechseln.
  4. Prüfen Sie den dem Konto zugeordneten Comparison Shopping Service in den betroffenen europäischen Ländern.
  5. Verlagern Sie das Budget schrittweise auf rentable Produkte, anstatt den gesamten Verlust durch Anzeigen ohne Zielmarge auszugleichen.
  6. Bauen Sie E-Mail, Social Content, Affiliate-Marketing und Partnerschaften mit Creators aus, um die Abhängigkeit von Google Search zu verringern.

Google verlangt im Jahr 2026 in 20 europäischen Ländern sowie in der Schweiz und im Vereinigten Königreich die Nutzung eines Comparison Shopping Service für Shopping-Anzeigen und kostenlose Einträge. Prüfen Sie daher die Verknüpfung mit dem CSS, bevor Sie einen Rückgang als bloße Folge des DMA interpretieren.

Für die Steuerung sollten Sie dieselbe Sorgfalt anwenden wie bei der Messung von Influencer-Kampagnen : ein Testzeitraum, konsistente UTM-Parameter und ein dem jeweiligen Kanal zugeordneter Umsatz. Der Klick allein erzählt selten die ganze Geschichte.

Wie lässt sich der kostenlose Traffic von Google Shopping ersetzen?

Der verlorene kostenlose Traffic von Google Shopping kann durch eine Kombination aus rentablen Shopping-Kampagnen, Creator-Inhalten, redaktioneller Suchmaschinenoptimierung, Affiliate-Marketing und eigenen Zielgruppen ersetzt werden. Kein Kanal bildet allein die Kaufabsicht von Google Search nach; die richtige Strategie verteilt daher Entdeckung, Social Proof und Conversion auf mehrere Kontaktpunkte.

Für eine visuelle Marke können Instagram Reels und TikTok das Produkt wieder vor ein kaltes Publikum bringen, während YouTube Shorts und längere Videos auf demonstrative Suchanfragen antworten. TikTok Shop verdient ebenfalls einen Test, wenn Kategorie und Markt dafür geeignet sind; die TikTok-Shop- und TikTok-Kampagnen-Spezialisten arbeiten genau an diesem Übergang vom Inhalt zur Transaktion.

Der Creator sollte nicht nur ein ästhetisches Video produzieren. Geben Sie ihm einen überprüfbaren Ansatz: Vergleich, Test nach mehreren Tagen, Demonstration in einer realen Situation oder Antwort auf einen Einwand. In dieser Nische sind drei wiederverwendbare Inhalte mit getaggten Links besser als eine prestigeträchtige Veröffentlichung, deren Verkäufe sich weiterhin nicht zuordnen lassen.

Lokale Influencer sind eine weitere Antwort, wenn Verfügbarkeit, Lieferung oder Abholung im Geschäft den Kauf bestimmen. Eine Kampagne mit lokalen Mikro-Influencern kann einen Nutzungsnachweis mit einem genauen Einzugsgebiet verbinden, ohne von einem von Google kontrollierten Produktkarussell abhängig zu sein.

Ob Sie Influencer oder Werbetreibender sind, ValueYourNetwork stellt seine Erfahrung in sozialen Netzwerken und im Influencer-Marketing in den Dienst Ihrer Akquise: Um Ihre sozialen Netzwerke mit uns auszubauen, kontaktieren Sie uns.

FAQ zu den Änderungen bei Google Shopping in Europa

Wird Google Shopping kostenlos weltweit abgeschafft?

Google Shopping kostenlos wird nicht weltweit abgeschafft. Das massive Verschwinden, das am 17. und 18. September 2026 gemeldet wurde, betrifft Google Search im Europäischen Wirtschaftsraum, während die Merchant Center-Dokumentation mehrere weiterhin berechtigte Flächen beibehält.

Warum erhalten meine genehmigten Produkte keine Klicks mehr?

Ein im Merchant Center genehmigtes Produkt ist berechtigt, aber seine Anzeige wird von Google niemals garantiert. Ein Rückgang der Klicks kann auf die Reduzierung der kostenlosen Flächen, ein lokales Ausspielungsproblem oder eine Veränderung der Nachfrage zurückzuführen sein.

Sollten kostenpflichtige Shopping-Anzeigen sofort gestartet werden?

Kostenpflichtige Shopping-Anzeigen sollten je nach Marge, Conversion-Rate und Akquisitionskosten jedes Produkts gestartet oder verstärkt werden. Ein automatischer Ausgleich von 100 % des verlorenen kostenlosen Traffics kann die Rentabilität verschlechtern.

Was ist ein Comparison Shopping Service bei Google?

Ein Comparison Shopping Service ist ein Preisvergleichsdienst, der es Händlern ermöglicht, Produkte auf Google in den betreffenden Märkten zu verbreiten. Im Jahr 2026 schreibt Google seine Nutzung für Shopping-Anzeigen und kostenlose Einträge in 20 europäischen Ländern, in der Schweiz und im Vereinigten Königreich vor.